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Winnetou
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Winnetou ist eine Figur aus dem gleichnamigen Roman und anderen Werken des deutschen Autors Karl May (1842â1912), die im sogenannten Wilden Westen spielen. Er ist ein fiktiver Häuptling der Mescalero-Apachen. Winnetou verkĂśrpert den edlen, guten Indianer und kämpft mit seinem Gewehr âSilberbĂźchseâ auf seinem Pferd Iltschi fĂźr Gerechtigkeit und Frieden. Dabei wird er meistens von seinem weiĂen Freund und Blutsbruder Old Shatterhand begleitet, aus dessen Sicht als Ich-Erzähler die Geschichten um Winnetou oft verfasst sind.
Contents
⢠Name
⢠PersÜnlichkeit
⢠Erscheinungsbild
⢠Lieferungsroman
⢠Winnetou I
⢠Winnetou II
⢠Winnetou III
⢠Winnetou IV
⢠Rezeption
⢠Dramatisierungen
⢠HÜrspiel
⢠Musical
⢠Sonstiges
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Name
Zur Herkunft des Namens Winnetou gibt es verschiedene Erklärungen. Karl May erklärte die Bedeutung mit âbrennendes Wasserâ. Dagegen spricht, dass das Wort âbrennenâ in der Apache-Sprache nicht âwinneâ, sondern âtondliâ heiĂt. Adalbert StĂźtz vermutet einen Zusammenhang mit dem Shoshonen-Wort âvintouâ fĂźr âder Indianerâ, der sich in den Verzeichnissen des Schweizer Ethnologen Albert Samuel Gatschet findet. Werner Poppe geht dagegen davon aus, dass als Vorbild der vom amerikanischen Maler George Catlin erwähnte Blackfeet-Häuptling Wun-nes-tou gedient habe.cite-ref-1[1] Zur Aussprache des Namens Winnetou schrieb May: âSein Name wird ausgesprochen Winneto-u, das o-u sehr schnell hintereinander als Diphthong.âcite-ref-2[2]
PersĂśnlichkeit
Winnetou machte von den ersten Auftritten bis zum Spätwerk einen groĂen Wandel durch. Während er anfangs noch ein älterer Wilder war, der seine Feinde skalpierte und auch mal einen Zigarrenstummel aĂ, wurde er immer mehr idealisiert, bis er schlieĂlich zur Symbolfigur des edlen Wilden wurde, der allein schon moralisch allen WeiĂen Ăźberlegen ist.
Winnetou ist von Grund auf tapfer, ehrlich und gerecht, im Vergleich zu Old Shatterhand recht schweigsam. Den weitgehenden Verzicht sowohl auf Rache als auch auf das TĂśten von Feinden hat er jedoch erst von Klekih-petra und von Old Shatterhand Ăźbernommen. Allgemein neigt Winnetou zu Kollektivbeschuldigungen und zu Vorurteilen (Ăberfall auf das Vermessungslager einschlieĂlich Zweikampf mit Old Shatterhand; âFalsche Männer des SĂźdensâ, gemeint sind Mexikaner; usw.).
Winnetou ist ein perfekter Reiter und SchĂźtze. AuĂerdem ist er auch in allen anderen indianischen Waffen und Kampftechniken bestens geĂźbt. Er beherrscht neben Apache auch mehrere andere Indianersprachen sowie Englisch und bekräftigt seine kurzen Sätze des Ăfteren mit einem kurzen âHowghâ. Er besuchte Old Shatterhand in Dresden und begleitete diesen nach Nordafrika (âSatan und Ischariotâ-Trilogie).
Winnetou nennt Gefährten von Old Shatterhand bzw. andere gute Westmänner gerne âBruderâ, sondert sich in der Gruppe aber von diesen ab und lässt gelegentlich seine oder Old Shatterhands Ăberlegenheit gegenĂźber ihnen durchblicken. Hier ist Old Shatterhand Vermittler zwischen seinen weiĂen Begleitern und Winnetou. Winnetou ist nie länger ohne Old Shatterhand mit anderen weiĂen Westmännern âzweiten Rangesâ zusammen. Wohl aber mit Old Firehand und Old Surehand, die jedoch klar zur âersten Kategorieâ zählen. Das innige Verhältnis wurde auch als latent homosexuell beschrieben, so in Arno Schmidts Studie Sitara und der Weg dorthin, was auch Einfluss bei einigen filmischen Adaptionen hatte.
Erscheinungsbild
Beschreibung Winnetous bei der ersten Erwähnung bei Karl May ßberhaupt:
âEr schien im Anfange der fĂźnfziger Jahre zu stehen; seine nicht zu hohe Gestalt war von ungewĂśhnlich kräftigem und gedrungenem Bau, und insbesondere zeigte die Brust eine Breite, die einen hoch aufgeschossenen und langhalsigen Yankee in die respectvollste Bewunderung zu setzen vermochte. Der Aufenthalt im civilisirten Osten hatte ihn genĂśthigt, eine dort weniger auffällige Kleidung anzulegen, aber das dichte, dunkle Haar hing ihm in langen, schlichten Strähnen bis weit Ăźber die Schultern herab, im GĂźrtel trug er ein Bowiemesser nebst Kugel- und Pulverbeutel, und aus dem Regentuche, welches er malerisch um die Achsel geschlungen hatte, sah der verrostete Lauf einer BĂźchse hervor, die vielleicht schon manchem ÂťWestmanneÂŤ das letzte Valet gegeben hatte.â
â
Karl May
:
Winnetou, 1878
Bei seinem â innerhalb der May-Chronologie â ersten Auftreten wird Winnetou so beschrieben:
â⌠war genau so gekleidet wie sein Vater, nur daĂ sein Anzug zierlicher gefertigt worden war. Seine Mokassins waren mit Stachelschweinsborsten und die Nähte seiner Leggins und des Jagdrockes mit feinen, roten Nähten geschmĂźckt. Auch er trug den Medizinbeutel am Halse und das Kalumet dazu. Seine Bewaffnung bestand wie bei seinem Vater aus einem Messer und einem Doppelgewehre. Auch er trug den Kopf unbedeckt und hatte das Haar zu einem Schopfe aufgewunden, aber ohne es mit einer Feder zu schmĂźcken. Es war so lang, daĂ es dann noch reich und schwer auf den RĂźcken niederfiel. GewiĂ hätte ihn manche Dame um dieses herrliche, blauschimmernde Haar beneidet. Sein Gesicht war fast noch edler als dasjenige seines Vaters und die Farbe desselben ein mattes Hellbraun mit einem leisen Bronzehauch. Er stand, wie ich jetzt erriet und später dann erfuhr, mit mir in gleichem Alter und machte gleich heut, wo ich ihn zum erstenmal erblickte, einen tiefen Eindruck auf mich. Ich fĂźhlte, daĂ er ein guter Mensch sei und auĂerordentliche Begabung besitzen mĂźsse. Wir betrachteten einander mit einem langen, forschenden Blicke, und dann glaubte ich, zu bemerken, daĂ in seinem ernsten, dunklen Auge, welches einen sammetartigen Glanz besaĂ, fĂźr einen kurzen Augenblick ein freundliches Licht aufglänzte, wie ein GruĂ, den die Sonne durch eine WolkenĂśffnung auf die Erde sendet.â
â
Karl May
:
Winnetou I
In âWeihnacht!â war die Beschreibung schon viel verklärter:
âEr trug, wie auch ich stets, wenn ich mich im Westen befand, einen aus Elkleder gefertigten Jagdanzug von indianischem Schnitt, an den FĂźĂen leichte Mokassins, welche mit Stachelschweinsborsten und selten geformten Nuggets geschmĂźckt waren. Eine Kopfbedeckung gab es bei ihm nicht. Sein reiches, dichtes, bläulich schwarzes Haar war auf dem Kopfe zu einem hohen, helmartigen Schopf geordnet und fiel von da aus, wenn er im Sattel saĂ, wie eine Mähne oder ein dichter Schleier fast bis auf den RĂźcken des Pferdes herab. Keine Adlerfeder schmĂźckte diese indianische Frisur. Er trug dieses Abzeichen der Häuptlinge nie; es war ihm ohnedies auf den ersten Blick anzusehen, daĂ er kein gewĂśhnlicher Krieger sei. Ich habe ihn mitten unter Häuptlingen gesehen, welche alle mit den Federn des Kriegsadlers geschmĂźckt waren und sich auch sonst mit allen mĂśglichen Trophäen behangen hatten; seine kĂśnigliche Haltung, sein freier, ungezwungener, elastischer und doch so stolzer Gang zeichneten ihn doch als den edelsten von allen aus. Wer auch nur einen einzigen Blick auf ihn richtete, der sah sofort, daĂ er es mit einem bedeutenden Manne zu thun hatte. Um den Hals trug er die wertvolle Friedenspfeife, den Medizinbeutel und eine dreifache Kette von Krallen der Grizzlybären, welche er mit Lebensgefahr selbst erlegt hatte. Der Schnitt seines ernsten, männlich schĂśnen Angesichtes, dessen Backenknochen kaum merklich vorstanden, war fast rĂśmisch zu nennen, und die Farbe seiner Haut war ein mattes Hellbraun, mit einem leisen Bronzehauch Ăźbergossen.â
âEinen Bart trug er nicht; in dieser Beziehung war er ganz Indianer. Darum war der sanfte, liebreich milde und doch so energische Schwung seiner Lippen stets zu sehen, dieser halbvollen, ich mĂśchte sagen, kĂźĂlichen Lippen, welche der sĂźĂesten SchmeicheltĂśne ebenso wie der furchterweckendsten Donnerlaute, der erquickendsten Anerkennung gleich so wie der schneidendsten Ironie fähig waren. Seine Stimme besaĂ, wenn er freundlich sprach, einen unvergleichlich ansprechenden, anlockenden gutturalen Timbre, den ich bei keinem andern Menschen gefunden habe und welcher nur mit dem liebevollen, leisen, vor Zärtlichkeit vergehenden Glucksen einer Henne, die ihre KĂźchlein unter sich versammelt hat, verglichen werden kann; im Zorne hatte sie die Kraft eines Hammers, welcher Eisen zerschlägt, und, wenn er wollte, eine Schärfe, welche wie zersetzende Säure auf den festesten Gegner wirkte. Wenn er, was aber sehr selten und dann nur bei hochwichtigen oder feierlichen Veranlassungen geschah, eine Rede hielt, so standen ihm alle mĂśglichen Mittel der Rhetorik zur VerfĂźgung.â
âIch habe nie einen besseren, Ăźberzeugenderen, hinreiĂenderen Redner gehĂśrt als ihn und kenne nicht einen einzigen Fall, daĂ es einem Menschen mĂśglich gewesen wäre, der Beredsamkeit des groĂen, unvergleichlichen Apatschen zu widerstehen. Beredt auch waren die leicht beweglichen FlĂźgel seiner sanftgebogenen, kräftigen, aber keineswegs indianisch starken Nase, denn in ihren Vibrationen sprach sich jede Bewegung seiner Seele aus. Das SchĂśnste an ihm aber waren seine Augen, diese dunklen, sammetartigen Augen, in denen, je nach der Veranlassung, eine ganze Welt der Liebe, der GĂźte, der Dankbarkeit, des Mitleides, der Besorgnis, aber auch der Verachtung liegen konnte. Solchâ ehrliche, treue, lautere Augen, in welchen beim Zorne heilige Flammen loderten oder aus denen das MiĂfallen vernichtende Blitze schleuderte, konnte nur ein Mensch haben, der eine solche Reinheit der Seele, Aufrichtigkeit des Herzens, Unwandelbarkeit des Charakters, und stete Wahrheit des GefĂźhles besaĂ wie Winnetou. Es lag in diesen seinen Augen eine Macht, welche den Freund beglĂźckte, den Feind mit Furcht und Angst erfĂźllte, den UnwĂźrdigen in sein Nichts verwies und den Widerspenstigen zum Gehorsam zwang. Wenn er von Gott sprach, seinem groĂen, guten Manitou, waren seine Augen fromme Madonnen-, wenn er freundlich zusprach, liebevolle Frauen-, wenn er aber zĂźrnte, drohende Odins-Augen.â
âDieser herrliche Mann befand sich jetzt, hoch zu Pferde, hier im Zimmer, und aller Augen hingen mit Staunen und Bewunderung an seinem gebieterischen Angesichte und seiner tadellosen Gestalt, welche in vornehmer Haltung halb auf dem Sattel, halb in den mit Klapperschlangenzähnen verzierten BĂźgeln ruhte. Von seinen breiten, kräftigen Schultern hing sein, gleich dem meinigen von seiner schĂśnen Schwester Nscho-tschi gefertigter Lasso in Schlingen Ăźber Brust und RĂźcken bis auf die HĂźften herab, wo er um die schmale, elastische Taille eine buntschillernde Santillodecke als Shawl gewunden hatte, welcher Messer, Revolver und alle die Gegenstände enthielt, die der Westmann in oder an seinem GĂźrtel zu tragen pflegt. Auf seinem RĂźcken hing ein doppelläufiges, an den Holzteilen mit silbernen Nägeln beschlagenes Gewehr. Das war die weitberĂźhmte SilberbĂźchse, deren Kugeln nie ihr Ziel verfehlten.â
â
Karl May
:
âWeihnacht!â
Historische Vorbilder
FĂźr Karl Mays Winnetou gab es einige literarische und vielleicht auch historische Vorbilder.
Karl May selbst äuĂerte sich nicht zu etwaigen Vorbildern fĂźr Winnetou. Bis etwa 1899 behauptete er, Winnetou habe tatsächlich gelebt (und habe als historische PersĂśnlichkeit natĂźrlich keine literarischen Vorbilder), danach wollte May Winnetou als â von Anfang an als solche geplante â Allegorie auf den âroten Mann an sichâ verstanden wissen.
Texte mit Winnetou
In den folgenden Tabellen sind neben den Originaltiteln die aktuellen Nummern des Bandes und der Erzählung aus Karl Mayâs Gesammelten Werken (Titel kĂśnnen hier abweichen), der Titel des entsprechenden Reprints der Karl-May-Gesellschaft sowie Abteilung und Bandnummer der historisch-kritischen Ausgabe Karl Mays Werke (sofern bereits erschienen) angegeben.
Reiseerzählungen
| Titel | Jahr | Anmerkungen | Karl Mayâs Gesammelte Werke | Reprints der Karl-May-Gesellschaft | Historisch-kritische Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Old Firehand | 1875 | | 71 ,02 | Old Firehand | I.8 |
| Winnetou | 1878 | Ăberarbeitung von Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling (1875) | 80 ,03 | Der Krumir | I.8 |
| Im fernen Westen | 1879 | Bearbeitung von Old Firehand , später bearbeitet in Winnetou II | 89 ,01 | | (I.8 per Variantenverzeichnis) |
| Deadly dust | 1880 | später bearbeitet in Winnetou III | 88 ,01 | Der Scout â Deadly Dust â Ave Maria | (IV.14) |
| Die Both Shatters | 1881 | ergänzt Winnetous Rollenbiografie, er selbst tritt nicht als handelnde Figur auf | 71,05 | Old Firehand | I.9 |
| Im Âťwilden WestenÂŤ Nordamerika's | 1882/83 | später bearbeitet in Winnetou III | 88,02 | ( Der Scout â Deadly Dust â Ave Maria ) [ 3 ] | IV.27 |
| Ein Oelbrand | 1882/83 | | 80,04 | Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1970 | IV.27 |
| Der Scout | 1888/89 | später bearbeitet in Winnetou II | | Der Scout â Deadly Dust â Ave Maria | IV.27 |
| Winnetou I | 1893 | zeitweilig auch Winnetou der Rote Gentleman I | 7 | | IV.12 |
| Winnetou II | 1893 | zeitweilig auch Winnetou der Rote Gentleman II | 8 | | IV.13 |
| Winnetou III | 1893 | zeitweilig auch Winnetou der Rote Gentleman III | 9 | | IV.14 |
| Old Surehand I | 1894 | | 14 | | |
| Old Surehand II | 1895 | | 19 und 15 , Kapitel 1 | | |
| Old Surehand III | 1896 | | 15, Kapitel 2â10 | | |
| Satan und Ischariot I | 1896 | | 20 | Die Felsenburg | |
| Satan und Ischariot II | 1897 | | 21 | KrĂźger Bei â Die Jagd auf den Millionendieb | |
| Satan und Ischariot III | 1897 | | 22 | KrĂźger Bei â Die Jagd auf den Millionendieb | |
| Auf fremden Pfaden | 1897 | | | | |
| ⢠Gott läĂt sich nicht spotten | 1897 | ursprĂźnglicher Titel Old Cursing-Dry | 23 ,07 | Christus oder Muhammed | IV.26 |
| ⢠Ein Blizzard | 1897 | ursprßnglicher Titel Ein amerikanisches Doppelduell | 23,08 | Christus oder Muhammed | IV.26 |
| Mutterliebe | 1897/98 | | 48 ,06 | Christus oder Muhammed | IV.27 |
| âWeihnacht!â | 1897 | | 24 | | IV.21 |
| Winnetou IV | 1910 | | 33 | Winnetou Band IV | |
Jugenderzählungen
| Titel | Jahr | Anmerkungen | Karl Mayâs Gesammelte Werke | Reprints der Karl-May-Gesellschaft | Historisch-kritische Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Im fernen Westen | 1879 | Bearbeitung von Old Firehand , später bearbeitet in Winnetou II | 89,01 | | (I.8 per Variantenverzeichnis) |
| Unter der Windhose | 1886 | später bearbeitet in Old Surehand II | | Der Krumir | IV.27 |
| Der Sohn des Bärenjägers | 1887 | | 35 ,01 und 84 ,07 | Der Sohn des Bärenjägers â Der Geist der Llano estakata | III.1 |
| Der Geist des Llano estacado | 1888 | ursprĂźnglicher, fehlerhafter Titel Der Geist der Llano estakata | 35,02 | Der Sohn des Bärenjägers â Der Geist der Llano estakata | III.1 |
| Der Schatz im Silbersee | 1890/91 | | 36 | Der Schatz im Silbersee | III.4 |
| Der Oelprinz | 1893/94 | Buchausgaben ab 1905 unter dem Titel Der Ălprinz | 37 | Der Ălprinz | III.6 |
| Der schwarze Mustang | 1896/97 | | 38 ,01 | Der schwarze Mustang | III.7 |
Lieferungsroman
| Titel | Jahr | Anmerkungen | Karl Mayâs Gesammelte Werke | Reprints der Karl-May-Gesellschaft | Historisch-kritische Ausgabe |
|---|---|---|---|---|---|
| Auf der See gefangen | 1877/78 | Alternative Titelschreibweise Auf hoher See gefangen | 80 ,01 | Frohe Stunden | I.9 |
Im Rahmen der Gesammelten Werke tritt Winnetou in einem weiteren Band auf: Im Tal des Todes (1934). In dieser Bearbeitung des Kolportageromans Deutsche Herzen â Deutsche Helden (1885â87) wurde nicht nur der dort vorkommende Apachenhäuptling umbenannt, sondern auch noch weitere Personen, um eine Verbindung zu den anderen Bänden der Reihe herzustellen.
Die Winnetou-Trilogie
Die im Jahr 1893 erschienenen drei Bände Winnetou der Rote Gentleman sind die ersten, die im Rahmen der damals zusammen mit dem Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld neu konzipierten Buchreihe der gesammelten Reiseerzählungen im Wilden Westen spielen. Während Band I von Karl May komplett neu geschrieben wurde, verwendete er fßr die Bände II und III vier ältere Erzählungen, die er in eine neu geschaffene Rahmenhandlung (Verfolgung und Tod des MÜrders von Winnetous Vater und Schwester) einfßgte. Er musste dabei auch die Handlung und die Personen in diesen Erzählungen an sein neues Konzept anpassen, was ihm aber nicht immer vollständig gelungen ist.
Fßr Band II verwendete er die 1888/89 erschienene Erzählung Der Scout und die 1879 erschienene Im Fernen Westen; fßr Band III die 1880 erschienene Erzählung Deadly Dust und die 1882/83 erschienene Im Wilden Westen Nordamerikas (später auch verÜffentlicht unter dem Titel Ave Maria).
Winnetou I
Der Ich-Erzähler Karl (vergleiche: Karl May), später Old Shatterhand genannt, arbeitet als Surveyor, d. h. Feldmesser, fĂźr die Eisenbahngesellschaft Atlantic and Pacific Company bei der Vermessung einer der groĂen Transkontinentalbahnen nach dem Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Bahnlinie soll von St. Louis aus durch das Indianerterritorium, Neu-Mexiko, Arizona und Kalifornien zur PazifikkĂźste verlaufen. Die Sektion (Abschnitt), die ihm und den drei anderen Surveyors Riggs, Marcy und Wheeler unter der Leitung des Oberingenieurs Bancroft zur Erforschung und Ausmessung zugefallen ist, liegt zwischen dem Quellgebiet des Rio Pecos und des sĂźdlichen Canadian. Dort werden sie von einer zwĂślf Mann starken Schutztruppe und deren AnfĂźhrer Rattler erwartet. Da seine Kollegen sehr träge und trunksĂźchtig sind und es mit ihren Fachkenntnissen nicht weit her ist, muss er alles allein machen. Zum GlĂźck stehen ihm die Westmänner Sam Hawkens, Dick Stone und Will Parker zur Seite, und so kĂśnnte trotzdem der Anschluss an die nächste, westlich liegende Sektion in einer Woche erreicht werden. Deren Oberingenieur White, der seine Arbeit beendet hat, warnt vor den Roten, denn die Eisenbahngesellschaft plant, wie den Indianern aufgrund der Vermessung natĂźrlich klar ist, einen Gleisbau mitten durch das Gebiet der Apachen. Karl May schreibt davon zwar nichts, aber hiermit sind beiderseits solcher Linien staatlicherseits immer riesige Landzuweisungen an die Eisenbahngesellschaften zur Finanzierung der Bahnen verbunden. Intschu tschuna (Gute Sonne), der Häuptling aller Apachen, sein Sohn Winnetou (laut Karl May: Brennendes Wasser) und der aus Deutschland stammende Klekih-petra (WeiĂer Vater) kommen, um die Eisenbahn-Surveyors friedlich darauf hinzuweisen, dass dies ihr Land sei, und Intschu tschuna verbietet den Eisenbahnern, hier weiter den âWeg fĂźr das FeuerroĂâ zu vermessen.
Klekih-petra wird von Rattler erschossen, als er sich in einen Schuss wirft, der Winnetou treffen sollte, woraufhin Winnetou mit seinem Vater und der Leiche heimreitet, um Krieger zu holen und die Bleichgesichter auszulĂśschen. Diese verbĂźnden sich, weil sie die Vermessung vor Eintreffen der Apachen zu Ende bringen wollen, mit den Kiowas, doch Old Shatterhand, Sam, Dick und Will halten es insgeheim mit den Apachen. Beim ersten Angriff der Apachen gelingt es durch eine List Sam Hawkensâ, alle Apachen gefangen zu nehmen. Old Shatterhand befreit heimlich Winnetou und Intschu tschuna, und niemand erfährt, dass Old Shatterhand der Befreier war. Tangua, der Häuptling der Kiowas, will die anderen gefangenen Apachen tĂśten, woraufhin ihn Old Shatterhand und seine Freunde als Geisel nehmen. Tangua bietet an, dass Old Shatterhand gegen Metan-akva (Blitzmesser) um das Leben der Apachen kämpft. Kurz nachdem Shatterhand gewonnen hat, greifen weitere Apachen erneut und mit viel mehr Kriegern als zuvor an. Old Shatterhand und das âKleeblattâ (Sam, Dick und Will) wollen sich eigentlich ergeben, werden aber unfreiwillig doch in den Kampf verwickelt. Old Shatterhand schlägt zunächst Intschu tschuna bewusstlos nieder, wird dann von Winnetou angegriffen und lebensgefährlich verwundet. Bis auf Rattler sind die zwĂślf Schutztruppler tot.
Die Ăberlebenden werden als Gefangene in das Lager der Apachen gebracht und dort fĂźr ihren Martertod gesundgepflegt. Die Pflege von Old Shatterhand Ăźbernimmt Winnetous Schwester Nscho-tschi (SchĂśner Tag). Old Shatterhand erholt sich relativ schnell und trainiert seine Kraft mit einem Stein, den er sich als Sitzgelegenheit erbeten hat. In dieser Zeit bittet er immer wieder darum, Winnetou zu sprechen, da er dessen Freund sei und dies auch beweisen kĂśnne. Winnetou kommt aber nicht, sondern verlangt erst die Beweise, was wiederum Old Shatterhand nicht will. Der Kampf mit Blitzmesser um die Freiheit der zuvor von den Kiowas gefangenen Apachen wurde nämlich von den Kiowas bestritten, und die Sache wurde von Tangua so ins Gegenteil verkehrt, bis die Apachen ihm glaubten.
An dem Tag, an dem sie gemartert werden sollen, erfahren die WeiĂen, dass Old Shatterhand um ihr Leben kämpfen soll. Er muss mit Intschu tschuna um sein Leben schwimmen. Durch eine List (er stellt sich als Ăźberängstlicher Nichtschwimmer hin) gewinnt Old Shatterhand den Kampf, und die WeiĂen bis auf Rattler sind frei. Old Shatterhand zeigt Winnetou die Haarsträhne, die er ihm abgeschnitten hat, als er ihn im Lager der Kiowas befreit hat. Dann fordert Old Shatterhand Tangua zu einem Zweikampf heraus, bei dem Tangua die Waffen wählen darf. Tangua steht jetzt als LĂźgner da, hat vorher Old Shatterhand mehrfach beleidigt und kann nun dem Duell nicht mehr ohne Ehrverlust ausweichen. Da Tangua gesehen hat, dass Old Shatterhand sowohl mit der Faust als auch dem Messer ein Meister ist, wählt er Gewehre und abwechselndes SchieĂen auf 200 Schritt Entfernung. Zudem fordert er, dass er zuerst schieĂen darf, was ihm gewährt wird. Er trifft Old Shatterhand aber nicht. Dieser kĂźndigt an, Tangua nicht zu tĂśten, sondern nur ins rechte Knie zu schieĂen. Da Tangua solches nicht fĂźr mĂśglich hält, stellt er sich seitlich, was zur Folge hat, dass beide Knie zertrĂźmmert werden und Tangua Old Shatterhands Todfeind wird. Rattler wird, da er sich am Marterpfahl nicht tapfer zeigt, erschossen.
Dann kommt es zur BlutsbrĂźderschaft zwischen Old Shatterhand und Winnetou. Winnetou lehrt jetzt Old Shatterhand alles, was er noch nicht weiĂ, aber als Westmann braucht. Nscho-tschi hat sich in Old Shatterhand verliebt. Von Intschu tschuna gefragt, ob eine Ehe zwischen einem WeiĂen und einer Indianerin mĂśglich sei, erwidert Old Shatterhand, dass dies mĂśglich sei, wenn die Indianerin Christin sei und die Ehe von einem Priester geschlossen werde. Daraufhin wird von Intschu tschuna beschlossen, dass seine Tochter in den Osten nach St. Louis darf, um so zu werden wie eine weiĂe Squaw. Weil er kein Gold annehmen will, erhält Old Shatterhand von Intschu tschuna groĂzĂźgig die Erlaubnis, unterwegs die unterbrochene Vermessung der Bahnstrecke zu beenden, um so seinen Lohn beanspruchen zu kĂśnnen. An der Stelle, wo die Messarbeit durch den Ăberfall unterbrochen worden war, stehen noch die Messpfähle des abgesteckten âEisenwegesâ. Da ihm die Indianer helfen, ist die Arbeit in vier Tagen vollendet.
Um das notwendige Geld fĂźr Nscho-tschis Aufenthalt zu besorgen, reiten die Apachen anschlieĂend zum Nugget Tsil, da sie dort eine Stelle mit Goldstaub kennen. Auf dem Weg zur Fundstätte werden sie von dem Banditen Santer, dem Sam unvorsichtigerweise verraten hat, wohin die Reise geht, nebst Kumpanen Ăźberfallen. Dabei werden Intschu tschuna und Nscho-tschi getĂśtet. Weil Santer nicht gefasst werden kann â nur seine Gehilfen werden von Old Shatterhand erschossen â und Old Shatterhand erst den von den Kiowas gefangenen Sam befreien muss, trennen sich Winnetou und Old Shatterhand, der von nun an von Winnetou Scharlih genannt wird. Während Winnetou dem MĂśrder nachjagt, befreit Old Shatterhand Sam.
Winnetou II
In diesem Band, der als wahre Reiseerzählung betrachtet werden kann, fĂźhrt es den Ich-Erzähler Old Shatterhand kreuz und quer durch die USA. Er reitet zunächst nach St. Louis, wo er die geretteten Zeichnungen im Surveying Office abgibt. Auch wenn Sam fĂźr ihn als einzigem Ăberlebenden eine Extragratifikation fordert, wird ihm nur der vereinbarte Betrag ausgezahlt. Winnetou verfolgt weiterhin den MĂśrder Santer. Old Shatterhand Ăźbergibt den von Mr. Henry vor seiner Abreise erhaltenen BärentĂśter diesem zur Aufbewahrung. Denn er will Winnetou eilig nachreisen, und das schwere Gewehr wäre ihm dabei hinderlich. Er verfehlt Winnetou aber in New Orleans und will nun von dort nach Europa zurĂźcksegeln.
Da er aber kurz nach Verlassen des Hafens in einen Hurrikan gerät und dabei seinen gesamten Besitz verliert, verschlägt es ihn zunächst nach New York, wo er â um sich das Geld fĂźr die Ăberfahrt zu verdienen â einen Job als Detektiv annimmt. (In der Erzählung Der Scout kommt der Ich-Erzähler als Einwanderer aus Deutschland in die USA und findet â obwohl unerfahren â eine Anstellung als Detektiv.) Nach mehreren erfolgreich gelĂśsten Fällen, Ăźber die man nichts weiter erfährt, wird er damit beauftragt, einen geistesgestĂśrten Bankierssohn, der einem BetrĂźger in die Hände gefallen ist, zu seinem Vater zurĂźckzubringen.
Bei der Verfolgung der beiden gelangt er wiederum nach New Orleans, wo er den Westmann Old Death kennenlernt. Dieser errät sofort, ohne die Identität des Erzählers zu kennen, warum jener in New Orleans ist, hält ihn aber, wie frßher sein alter Freund Sam Hawkens, fßr ein Greenhorn. Ihre Wege trennen sich bald wieder, und Old Shatterhand und der Betrßger begegnen sich. Dieser erkennt aber Old Shatterhand und kann sich noch rechtzeitig wieder in Richtung Rio Colorado absetzen.
Auf dem Weg dorthin treffen sich Old Death und Old Shatterhand wieder, und Old Death gewinnt nun dessen Vertrauen und bietet seine Hilfe an. Bei der Verfolgung kommt es dann zunächst zu einem kurzen Wiedersehen mit Winnetou. Dieser ist zuvor als neuer Häuptling mit der SilberbĂźchse seines Vaters zu den Apachen zurĂźckgekehrt, tut aber gegenĂźber Old Death, dem er bekannt ist, so, als kenne er Old Shatterhand nicht. Die BlutsbrĂźder treffen sich aber dann unbeobachtet im Wald. Winnetou erinnert daran, wie sie den Pfad des Feuerrosses vermessen haben, und berichtet, dass ihm Santer wieder entkommen sei. Dann nehmen sie Abschied voneinander, weil sie verschiedene Pflichten zu erfĂźllen haben. Nach einem Konflikt mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klans, den die beiden Olds fast im Alleingang lĂśsen, erfahren sie, dass die beiden Gesuchten auf dem Weg nach Mexiko sind. Bei der Verfolgung entdecken sie diese in einem Trupp Comanchen, der seinerseits von den Apachen und Winnetou in eine Falle gelockt worden ist. Old Death, der sowohl mit den Apachen als auch Comanchen befreundet ist, versucht die Comanchen zur Aufgabe zu Ăźberreden, scheitert dabei aber, so dass sich die beiden Olds mit weiteren zwischenzeitlich zu ihnen gestoĂenen WeiĂen zu den Apachen absetzen. Leider haben Winnetou und seine Apachen die schon zuvor zu ihnen gewechselten Verfolgten laufen lassen, so dass sich die beiden Olds erneut veranlasst sehen, die Apachen zu verlassen. SchlieĂlich gelingt es aber doch, die beiden zu stellen, allerdings wird Old Death dabei versehentlich erschossen. Damit endet die eingefĂźgte Erzählung Der Scout.
Der Ich-Erzähler berichtet dann, wie er zurĂźck nach St. Louis reist, dort den berĂźhmten Henry-Stutzen erhält und dann nach Afrika reist, um mit Sir Emery Bothwell die Gum zu jagen (Band 10: Orangen und Datteln â Sand des Verderbens). Nach seiner RĂźckkehr macht er sich auf die Suche nach Winnetou, findet ihn auch bald, trennt sich aber dann, um einen Goldtransport zu begleiten. Dann beginnt die zweite eingefĂźgte Erzählung Im Fernen Westen und der Ich-Erzähler lernt den Jungen Harry kennen, den er etwas später â gegen seinen Willen â aus dem Inferno einer brennenden Ălquelle rettet. Auf seinem weiteren Weg trifft er dann wieder Winnetou und den berĂźhmten Westmann Old Firehand.
Sie verhindern einen Ăberfall der Poncas unter ihrem Häuptling Parranoh (alias Tim Finnetey) auf eine Eisenbahnstrecke. Bei dieser Gelegenheit besiegt Old Shatterhand Parranoh, gegen den sowohl Winnetou als auch Old Firehand eine alte Rechnung offen haben. Im Bewusstsein des vermeintlichen Todes von Parranoh und nach Ausheilen einer Verletzung Firehands gelangen sie dann in dessen Trapper-Festung, wo Old Shatterhand auch Harry wiedertrifft, der sich als Sohn Old Firehands und Ribannas entpuppt, die auch von Winnetou geliebt wurde (die einzige Parallele zur Filmversion), aber der zugunsten seines Freundes Old Firehand auf sie verzichtete (dies und der Tod Ribannas spielt aber vor den in Band 1 und 2 erzählten Geschichten). Nachdem sie â wenn auch unter schweren Verlusten â einen Angriff der Poncas abgewehrt haben, machen sich Old Shatterhand und Winnetou auf, einen Händler zu suchen, um ihm die von den Trappern erbeuteten Felle anzubieten. Dabei geraten sie vorĂźbergehend in die Gefangenschaft ihres alten Feindes Santer, der sie aber wieder laufen lässt, weil er es auf die Felle abgesehen hat. Santer entgeht aber einer Falle durch eine Dummheit Sam Hawkens, so dass sich am Ende die Wege von Winnetou und Old Shatterhand wieder trennen.
In der ursprßnglichen Erzählung Der Scout ist der Ich-Erzähler noch ein echtes Greenhorn und Winnetou erheblich gewaltbereiter.
Winnetou III
Der erste Teil (nach der Erzählung Deadly Dust) erzählt die Geschichte um die Verfolgung der beiden Banditen Fred und Patrick Morgan, der zweite Teil (nach der Erzählung Im Wilden Westen Nordamerikas) beschreibt den Kampf gegen die Railtroublers (einer Bande von Zugräubern) und die mit ihnen verbĂźndeten Sioux-Ogelallah, bei dem Winnetou den Tod findet. AbschlieĂend wird das Ende des Verbrechers Santer beschrieben.
Old Shatterhand trifft in der Savanne den berĂźhmten Westmann Sans-Ear. Nachdem Sans-Ear vier feindliche Komantschen besiegt hat, reiten beide zusammen weiter und verhindern einen ZugĂźberfall. An diesem Ăberfall beteiligt sich ein WeiĂer, der von Sans-Ear als der MĂśrder seiner Familie identifiziert wird: Fred Morgan. Durch einen glĂźcklichen Umstand kĂśnnen sie die Spur des Verbrechers entdecken und folgen ihm durch den Llano Estacado, wo sie sich erneut gegen die Komantschen behaupten mĂźssen, zwischenzeitlich begleitet von Winnetou und Bernard Marshall, der ebenfalls hinter Fred Morgan her ist. In der Nähe der Goldfelder von San Francisco erwischen sie endlich beide Morgans.
MĂśglicherweise arbeitete Karl May hier unter Zeitdruck, da es ihm nicht gelang, alle neuen Eigenschaften Winnetous einzuarbeiten; und so tĂśtet Winnetou einen waffenlosen Verbrecher, bevor dieser fliehen kann.
Im zweiten Teil trifft Old Shatterhand auf einer Zugfahrt Fred Walker, genannt SpĂźrauge, einen Detektiv, der hinter den Railtroublers her ist. Old Shatterhand und später auch Winnetou verbĂźnden sich mit SpĂźrauge und verhindern einen Ăberfall auf Echo Canyon, eine groĂe Bahnstation. Auf der Flucht Ăźberfallen die mit den Zugräubern verbĂźndeten Sioux eine Siedlung deutscher Auswanderer und verschleppen alle Bewohner. Bei der Rettungsaktion am Berg Hancock wird Winnetou von einem Sioux erschossen. Sterbend bekennt er sich zum Christentum. Old Shatterhand reitet zu den Apachen, um ihnen vom Tod ihres Häuptlings zu berichten, und kommt dabei auf die Spur von Santer, gerät aber vorĂźbergehend in die Gefangenschaft der Kiowas. Santer stiehlt das Testament Winnetous, kommt aber am Dunklen Wasser beim Raub des Goldes um. Das Gold, hinter dem Santer immer her gewesen war, begräbt den MĂśrder von Winnetous Vater und Schwester.
In der Bearbeitung des Karl-May-Verlages kommt es zu kleineren Abweichungen in der Handlung. Beispielsweise wurde in Band 2 der Ăberfall auf die Eisenbahnlinie durch einen Ăberfall auf ein Fort Niobrara ersetzt. Auch wurden einige Personen umbenannt (z. B. Fred Walker in Stephen Moody).
Winnetou IV
Mit Band XXXIII der gesammelten Reiseerzählungen Karl Mays Winnetou 4. Band wurde die Winnetou-Trilogie zur Tetralogie. Weiteres siehe Winnetous Erben.
Rezeption
Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert wurde Kritik laut an unreflektierter Reproduktion des Charakters, speziell in neuen medialen Produktionen, da koloniale und diskriminierende Stereotype von Native Americans und kulturelle Aneignung damit fortgesetzt wĂźrde.cite-ref-king-2016-pp-25-55-4-0[4]cite-ref-orf-at-agenturen-red-2022-5-0[5]cite-ref-forget-winnetou-loving-in-the-wrong-way-2016-6-0[6] Ravensburger zog aus diesen Bedenken 2022 u. a. eine Kinderbuchproduktion zurĂźck.cite-ref-orf-at-agenturen-red-2022-5-1[5]
Winnetou im Film und auf der BĂźhne
Erste Verfilmungsversuche
Seit den 1920er Jahren gab es Versuche, den Winnetou-Stoff zu verfilmen. Das erste Projekt stammt von der âUstad-Film Dr. Droop & Co.â in Berlin im Jahr 1920, zu der Erwin BĂ ron ein ExposĂŠ vorlegte. Der nächste Ansatz erfolgte laut einer damaligen Zeitungsmeldung 1927 durch eine nicht näher bezeichnete âBerliner Filmgesellschaftâ.
Unter dem Titel Die ewigen Jagdgrßnde plante 1936 die Wien-Film AG eine Umsetzung des Winnetou-Stoffes, fßr die der Regisseur Helmut Käutner vorgesehen war. Ein Drehbuchentwurf war erst 1942 fertig. Fßr die Hauptrolle des Filmes, der ßber fßnf Millionen Reichsmark hätte kosten sollen, war Hans Albers vorgesehen. Das Projekt wurde 1944 von Reichsminister Joseph Goebbels persÜnlich gestoppt.
Fast gleichzeitig befasste sich die âBavaria Filmkunst GmbHâ 1939 mit einer Verfilmung, in der Luis Trenker als Regisseur tätig werden sollte und fĂźr die als Hauptdarsteller Herbert Dirmoser von der FelsenbĂźhne Rathen im Gespräch war.
1939 startete die âTobis Filmkunst GmbHâ in Berlin einen weiteren Versuch, an dem der Sensationsdarsteller Harry Piel beteiligt werden sollte. 1949 gab es Pläne der Willy Zeyn-Film GmbH aus Berlin, einen Film zu produzieren, wiederum mit Hans Albers als Hauptdarsteller.
Dramatisierungen
FrĂźhe Dramatisierung
Winnetou war der Titel einer frĂźhen Dramatisierung der Winnetou-Trilogie, die mehrfach Ăźberarbeitet wurde.cite-ref-7[7]
Variante A (Dimmler)
Hermann Dimmler schrieb 1919 ein TheaterstĂźck zum âWinnetouâ-Stoff, das mehrfach aufgefĂźhrt, aber erst 1928 unter dem Titel Winnetou. Reiseerzählung von Karl May. FĂźr die BĂźhne gestaltet von Dr. H. Dimmler verĂśffentlicht wurde.
Die frĂźheste bekannte Inszenierung war am 8. November 1919 in MĂźnchen am Deutschen Theater. Regie fĂźhrte damals Alfred Lommatzsch. Er setzte das StĂźck in â9 Bildernâ um.
⢠Winnetou (Hohenstein-Ernstthal 1932) (mit Werner Legère als Winnetou)cite-ref-8[8]
Variante B (Dimmler/KĂśrner)
Ludwig KÜrner nahm 1928 die Dimmler-Fassung als Grundlage fßr sein Stßck Winnetou, der rote Gentleman: Schauspiel in 6 Bildern nach Karl Mays Reiseerzählung.
Diese Neufassung wurde erstmals 1928 in Wien auf der Renaissance-BĂźhne gespielt.
Ludwig KĂśrner selbst spielte in mehreren AuffĂźhrungen den Old Shatterhand.
Die KĂśrnersche Bearbeitung wurde noch bis in die 1970er Jahre von zahlreichen anderen BĂźhnen nachgespielt.
Variante C (KĂśrner/Schmid)
1950 Ăźberarbeitete Ludwig KĂśrner selbst (gemeinsam mit Roland Schmid) sein TheaterstĂźck noch einmal fĂźr FreilichtbĂźhnen (speziell Bad Segeberg): Winnetou, der rote Gentleman. 1958 erschien sogar noch eine zweite Auflage dieser Textbuch-Variante.
Bis weit in die 1970er Jahre war diese Fassung Grundlage fĂźr alle Winnetou-Inszenierungen:
Erneute Dramatisierung (Bludau)
In den Jahren 1978 bis 1980 verfasste Jochen Bludau neue Dramatisierungen des Winnetou-Stoffes, die seitdem regelmäĂig in Elspe dargeboten werden:cite-ref-21[21]
⢠Winnetou I: 1978, 1984, 1993, 2000, 2006, 2012, 2017
⢠Winnetou II: 1979, 1985, 2018
⢠Winnetou III: 1980, 1986, 1997, 2019
Die Winnetou-Filme der 1960er Jahre
In den 1960er Jahren wurden insgesamt 11 Filme âfrei nach Mayâ gedreht, in denen die Figur des âWinnetouâ ausschlieĂlich von Pierre Brice dargestellt und teilweise deutlich anders angelegt wurde als in den Romanen. Auch inhaltlich haben die Filme kaum mehr als die Namen der Figuren mit den BĂźchern gemein. Diese KinoauffĂźhrungen waren äuĂerst erfolgreich und es entstand ein regelrechter Kult um die Filmserie mit begleitendem Merchandising. Der Kinofilm Winnetou 1. Teil mit der Musik von Martin BĂśttcher war nach Der Schatz im Silbersee 1962 der erfolgreichste der Karl-May-Filme der 1960er Jahre. Die Filme setzten aber zunehmend auf Quantität und weniger auf Qualität. Auch wurde versucht, die Filme in Richtung der zeitgleich erfolgreichen Italowestern hin zu entwickeln. Dies blieb bei vielen Kinobesuchern jedoch ohne Erfolg. Später wurden die Filme häufig im Fernsehen wiederholt.
| Titel | Jahr | Regie |
|---|---|---|
| Der Schatz im Silbersee | 1962 | Harald Reinl |
| Winnetou 1. Teil | 1963 | Harald Reinl |
| Old Shatterhand | 1964 | Hugo Fregonese |
| Winnetou 2. Teil | 1964 | Harald Reinl |
| Unter Geiern | 1964 | Alfred Vohrer |
| Der Ălprinz | 1965 | Harald Philipp |
| Winnetou 3. Teil | 1965 | Harald Reinl |
| Old Surehand 1. Teil | 1965 | Alfred Vohrer |
| Winnetou und das Halbblut Apanatschi | 1966 | Harald Philipp |
| Winnetou und sein Freund Old Firehand | 1966 | Alfred Vohrer |
| Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten | 1968 | Harald Reinl |
Weitere Verfilmungen
⢠Mein Freund Winnetou (1980) â Regie: Marcel Camus â Fernsehserie mit 14 Folgen
⢠Die Spur fĂźhrt zum Silbersee (1990) â Regie: GĂźnter Rätz â Puppentrickfilm
⢠Winnetous RĂźckkehr (1998) â Regie: Marijan David Vajda â Fernsehzweiteiler
⢠Michael Herbig drehte 2001 die erfolgreiche FilmkomÜdie Der Schuh des Manitu, die als Parodie auf die Winnetou-Filme angelegt ist.
⢠Die Zeichentrickserie WinneToons mit 26 Episoden aus dem Jahr 2002 baut lose auf Figuren aus Winnetou I auf.
⢠Winnetou und der Schatz der Marikopas (2005) â Regie: Frank Zimmermann, Eugen Brähler; Darsteller: Mike Dietrich, Dietmar RĂśske, u. a.cite-ref-22[22] â Ein No-Budget-Fan-Fiction-Projekt, dessen Handlung keinem Karl-May-Text folgt.
⢠Winnetou und das Geheimnis der Geisterschlucht (2007) â Regie: Mike Dietrich; Darsteller: Mike Dietrich, Sven Duschka, Fried Wolff, u. a.cite-ref-23[23] â Ein Low-Budget-Fan-Fiction-Projekt der MayStar Film-Productions GbR, das ebenfalls keinem Karl-May-Text folgt.
⢠Im Auftrag von RTL produzierte Christian Becker 2015 einen Fernsehdreiteiler unter der Regie von Philipp StĂślzl, der im Dezember 2016 als Winnetou â Der Mythos lebt ausgestrahlt wurde.
⢠Der junge Häuptling Winnetou (2022) â Regie: Mike Marzuk, Darsteller: Mika Ullritz, Milo Haaf, Lola LinnĂŠa Padotzke, Mehmet KurtuluĹ, Anatole Taubman, Tim Oliver Schultz, Helmfried von LĂźttichau
HĂśrspiel
1955 produzierte der NWDR KÜln unter dem Titel Winnetou ein zehnteiliges HÜrspiel unter Regisseur Kurt Meister, das zwischen dem 7. Januar und dem 10. März 1956 vom WDR erstmals ausgestrahlt wurde. Die Hauptrollen sprachen:
⢠Kurt Lieck: Old Shatterhand
⢠HansjÜrg Felmy: Winnetou
⢠Kaspar Brßninghaus: Intschu Tschuna, sein Vater
⢠Dorit Fischer: Nscho-Tschi, seine Schwester
⢠Hermann Pfeiffer: Sam Hawkens
Zu den weiteren Sprechern gehĂśrten u. a. Gustav Knuth, Alf Marholm, Herbert Hennies und Richard MĂźnch.
Musical
Winnetou-Darsteller (Auswahl)
⢠Pierre Brice (in allen Karl-May-Verfilmungen mit Winnetou der 1960er Jahre sowie in der Fernsehserie âMein Freund Winnetouâ und dem Fernseh-Zweiteiler âWinnetous RĂźckkehrâ; zusätzlich bei den Karl-May-Festspielen im sauerländischen Elspe und im holsteinischen Bad Segeberg)
⢠Hans Otto (1929 in Berlin)
⢠Werner Legère (1932 in einer Laienauffßhrung)
⢠Gojko MitiÄ (erstmals 1991 im Harzer Bergtheater Thale, von 1992 bis 2006 in Bad Segeberg)
⢠Erol Sander (von 2007 bis 2012 in Bad Segeberg)
⢠Jan Sosniok (von 2013 bis 2018 in Bad Segeberg)
⢠Herbert Dirmoser (1938 auf der Felsenbßhne Rathen)
⢠Jean-Marc Birkholz (von 2001 bis 2006 auf der Felsenbßhne Rathen; seit 2012 bei den Karl-May-Festspielen in Elspe)
⢠Olaf Hais (von 1991 bis 2000 auf der Felsenbßhne Rathen)
⢠Jßrgen Haase (auf der Felsenbßhne Rathen, später war er Darsteller des Old Shatterhand)
⢠Will Quadflieg (im Dezember 1938 an der Berliner Volksbßhne)
⢠Gustavo Rojo (bei den Karl-May-Festivals in der Berliner Deutschlandhalle 1966 und 1968)
⢠Heinz Ingo Hilgers (unter anderem bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg, die zu dieser Zeit im TV ßbertragen wurden)
⢠Klaus-Hagen Latwesen (in Bad Segeberg)
⢠Benjamin Armbruster (von 1988 bis 2012 in Elspe)
⢠Waterloo (Hans Kreuzmayr) (1999 bei den Karl May Festspielen in Winzendorf)
⢠Nik Xhelilaj (2016 in der dreiteiligen Fernsehverfilmung Winnetou â der Mythos lebt)
⢠Eric Nisius (seit 2011 auf der Freilichtbßhne in MÜrschied)
⢠Alexander Klaws (seit 2019 in Bad Segeberg)
Der bekannteste Sprecher der Rolle war Konrad Halver, der den Winnetou in der gleichnamigen HĂśrspielreihe von Europa aus den 1960er Jahren sprach.
Sonstiges
Der deutsche Dichter Carl Zuckmayer (Als wärâs ein StĂźck von mir) war dermaĂen von der Gestalt des Apachenhäuptlings fasziniert, dass er seine 1926 geborene Tochter Maria Winnetou nannte.
In einem Interview bekannte sie: âWenn man mich Maria ruft, reagiere ich gar nicht. Ich hatte nie einen Problem mit dem Namen, schon durch die Emigration nichtâ.cite-ref-24[24]
In Deutschland ist Winnetou ein anerkannter Männervorname. In den 1980er Jahren trugen ihn etwa noch 95 Deutsche. Ein bekannter Namensträger war der Berliner Architekt und Stadtplaner Winnetou Kampmann (1927â2001).
Der indigene kanadische Autor und Filmemacher Drew Hayden Taylor nutzte das Winnetou-Klischee 2018 fĂźr seinen Dokumentarfilm Searching for Winnetou, in dem er Ăźber deutsche Hobby-Indianer und das Indianerbild im deutschen Sprachraum mit der eigentĂźmlichen Faszination fĂźr âdie Indianerâ berichtet.cite-ref-25[25] Eine tschechische Brauerei im westbĂśhmischen ChĹĂÄ sorgte 2019 fĂźr mediale Aufmerksamkeit, als sie ihr India Pale Ale von âMahatmaâ in âVinnetouâ umbenannte. Die Benennung des Biers nach dem Abstinenzler Mahatma Gandhi hatte fĂźr eine Beschwerde der indischen Botschaft bei der tschechischen Regierung gesorgt.cite-ref-26[26]
Siehe auch
Literatur
⢠Bernhard M. Baron: Winnetou in der Oberpfalz, In: Oberpfälzer Heimatspiegel 2024, 48. Jg., hrsg. vom Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, Verlag Eckhard Bodner Speinshart/Oberpfalz 2023, ISBN 978-3-947247-90-5, S. 35â39.
⢠Ekkehard Bartsch: Karl Mays Winnetou â Die Entwicklung einer literarischen Gestalt. In: Lothar Schmid, Bernhard Schmid (Hrsg.): Auf der See gefangen und andere Erzählungen (= Karl Mayâs Gesammelte Werke, Bd. 80). Karl-May-Verlag, Bamberg und Radebeul 1998, ISBN 3-7802-0080-5, S. 441â503.
⢠Ralf Junkerjßrgen: Warum Winnetou wichtig war. Schßren, Marburg 2024, ISBN 978-3-7410-0486-5.
⢠Nicole Perry: Karl Mayâs âWinnetouâ: The Image of the German Indian. The Representation of North American First Nations from an Orientalist Perspective. Magisterarbeit, McGill University, Montreal 2006 (online).
⢠Dieter Sudhoff, Hartmut Vollmer (Hrsg.): Karl Mays âWinnetouâ. Igel Verlag, 2007, ISBN 978-3-89621-223-8.
⢠Karl May: Das erzählerische Werk. In: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Kindlers Literatur Lexikon. 3., vĂśllig neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart und Weimar 2009, ISBN 978-3-476-04000-8, Bd. 11, S. 61â64.
⢠Helmut Schmiedt: Die Winnetou-Trilogie. Ăber Karl Mays berĂźhmtesten Roman, Bamberg/Radebeul 2018.
Weblinks
Commons
: Winnetou
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Winnetou im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Winnetou im Figurenlexikon der Karl-May-Gesellschaft
⢠Originaltexte der Romane
⢠umfangreicherer Beitrag im Karl-May-Wiki
⢠HĂśrspieldatenbank zu Karl May (enthält u. a. eine Ăbersicht Ăźber alle Vertonungen des Stoffes sowie eine Liste aller Männer, die je den Winnetou in einem HĂśrspiel gesprochen haben)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Werner Poppe: â,Winnetouâ. Ein Name und seine Quellenâ, in: Sudhoff/Vollmer 2007, S. 29â34.
cite-note-22. â Karl May: Brief an einen jungen Leser in Montabaur, 2. November 1894, in: Karl May. Leben und Werk von Heinrich Pleticha und Siegfried Augustin, ungekĂźrzte Lizenzausgabe fĂźr die Bertelsmann Club GmbH, GĂźtersloh ..., Copyright 1992 Edition Stuttgart, Buch-Nr. 032/087478, S. 39
cite-note-31. Ave Maria ist ein leicht abweichender Nachdruck von Im Âťwilden WestenÂŤ Nordamerika's.
cite-note-king-2016-pp-25-55-44. â Lisa Michelle King: Revisiting Winnetou: The Karl May Museum, Cultural Appropriation, and Indigenous Self-Representation. In: Studies in American Indian Literatures. 28. Jahrgang, Nr. 2, 17. August 2016, ISSN 1548-9590, S. 25â55 (jhu.edu [abgerufen am 24. August 2022]).
cite-note-orf-at-agenturen-red-2022-55. â Winnetou-Kinderbuch: Wirbel um RĂźckzieher von Ravensburger. In: ORF.at. 22. August 2022, abgerufen am 24. August 2022.
cite-note-forget-winnetou-loving-in-the-wrong-way-2016-66. â The Film. In: Forget Winnetou! Loving in the Wrong Way. 19. Juni 2016, abgerufen am 24. August 2022.
cite-note-77. â Winnetou (TheaterstĂźck) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-88. â Winnetou (Hohenstein-Ernstthal 1932) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-92. Winnetou (Linz 1928) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-103. Winnetou (Berlin 1931) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-114. Winnetou (Berlin 1938) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-125. Winnetou (Hamburg 1940) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-136. Winnetou (Wien 1975) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-147. Winnetou (Hamburg 1952) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-158. Winnetou (Bad Segeberg 1953) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-169. Winnetou (NĂźrnberg 1954) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-1710. Winnetou (Bad Segeberg 1957) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-1811. Winnetou (Elspe 1958) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
cite-note-1912. Winnetou (Elspe 1967) â Karl-May-Wiki. Abgerufen am 22. August 2022.
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